Gewässer · See
Unterwasserinspektion am Wolfgangsee — Touristische See-Infrastruktur
Der Wolfgangsee verteilt sich über die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich. Tourismus-Schwerpunkte in St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang erzeugen dichte See-Infrastruktur — Anlegestellen der Wolfgangseeschifffahrt, Hotel-Stege, Bade-Anlagen, Pegel-Bauwerke. ScanSustain inspiziert ROV-basiert bis zur maximalen Tiefe von 113 m. Konkrete Einsätze erfolgen vorbehaltlich der Freigabe durch die zuständigen lokalen Behörden, Anlagenbetreiber und Schifffahrtsverwaltungen.
Charakteristische Bauwerke
Diese Bauwerkstypen können am Wolfgangsee ROV-basiert inspiziert werden — vorbehaltlich der Freigabe von lokalen Behörden und Betreibern:
Schiffsanlegestellen
Die WolfgangseeSchifffahrt der Salzburg AG Tourismus GmbH bedient sieben Anlegestellen: St. Gilgen, Fürberg, Ried-Falkenstein, St. Wolfgang SchafbergBahn, St. Wolfgang Markt, Gschwendt und Strobl. Für Gruppenfahrten nutzt die Schifffahrt am Wolfgangsee GmbH Anlegestellen in St. Wolfgang und St. Gilgen. Inspektion auf Anlegerkantenschäden, Stützpfahlaufwuchs, Sohlbereich.
Hotel- und Privat-Stege
Stege der Hotellerie und gewerblichen Betriebe entlang der Uferzonen. Das Land Salzburg hat die vorhandenen Stege im Salzburger Seeteil erfasst; dieser Seeteil ist im Besitz der Österreichischen Bundesforste, die Seegrundflächen für Stege, Bojen und Bootshäuser vermieten. Befunderfassung von Holz-, Stahl- und Betonbauteilen.
Bade-Anlagen und Strandzonen
Am Wolfgangsee liegen fünf EU-Badestellen: St. Gilgen, St. Gilgen-Ried, St. Gilgen – Gamsjaga, Strobl und Appesbach in St. Wolfgang. Das Strandbad Strobl der Gemeinde hat zwei 40 m und einen 20 m langen Holzsteg, das Hallen- und Strandbad St. Gilgen eine Steganlage mit Sprungbrett; in St. Gilgen-Ried und am Appesbach ist das Ufer (teilweise) mit Steinmauern und Treppen bzw. Stufen gefasst. Inspektion von Steg- und Plattform-Anlagen.
Pegel-Infrastruktur
Zwei amtliche Seepegel: „St. Gilgen (Seepegel)“ des Hydrographischen Dienstes Salzburg und „Strobl“ des Hydrographischen Dienstes Oberösterreich — Pegellatten seit 1900 bzw. 1904, beide mit Drucksonde, in Strobl seit 2022 mit Datenfernübertragung.
Leitungen am Seegrund
Durch den See verlaufen rund 22 km Abwasser-Druckleitungen aus Polyethylen des Reinhalteverbands Wolfgangsee-Ischl, der die Gemeinden Bad Ischl, St. Gilgen, St. Wolfgang und Strobl umfasst.
Typische Schadensbilder
Typische Schadensbilder am Wolfgangsee:
Holzpfahl-Schadbilder
Stützpfähle aus Lärche und Eiche. Bohrlöcher, Pilzbefall im Wechselwasser-Bereich, Pfahl-Drift in weichen Sedimentschichten.
Algen-Aufwuchs
Saisonale Aufwuchs-Schichten an Steg- und Bade-Anlagen-Unterkonstruktionen. Befund-Erfassung als Grundlage für Reinigungs-Planung.
Sediment-Anlandungen in Anlegestellen-Vorzonen
Strömungsarme Anlegestellen-Bereiche und Bucht-Zonen sammeln feines Sediment, das die nutzbare Wassertiefe reduziert. Strukturierte Mengen- und Tiefenaufnahme als Grundlage für die Wartungs- und Räumungsplanung. Bei Hochwasser schwemmt der Zinkenbach Trübstoffe in den See.
Methodik vor Ort
Wolfgangsee-Wasser ist klar bis sehr klar (Sichtweiten 3 bis 7 m). ROV-Optik ist Primärmethode, Sonar ergänzend für strukturierte Tiefenprofile. Einsatzplanung mit Tourismus-Saison koordiniert — Frühjahr und Herbst sind bevorzugte Inspektions-Fenster.
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Wie tief ist der Wolfgangsee?
Für die Methodenwahl bei ROV-Einsätzen ist das Tiefenprofil des Sees maßgeblich: Ufernahe Bauwerke wie Stege, Anlegestellen und Bade-Anlagen liegen typischerweise im Bereich von 1 bis 10 m, während der See zur Mitte hin deutlich abfällt. Der Schwemmkegel des Zinkenbachs teilt den See in zwei Becken.
Maximale Tiefe
113 m — ROV-Systeme decken den gesamten Tiefenbereich ab.
Die amtlichen Angaben weichen leicht voneinander ab: Seefläche 12,84 km² (Land Salzburg) bzw. 13,0 km² (Land Oberösterreich), maximale Tiefe 113,1 m bzw. 114,0 m. Die Lage der Sprungschicht (Thermokline) variiert mit der Jahreszeit. Für Projekte mit Genauigkeitsanforderung empfehlen wir, diese Werte vorab mit einer aktuellen hydrographischen Quelle abzugleichen — wir legen sie im Rahmen der Einsatzplanung ohnehin nicht ungeprüft zugrunde.
Vermessung & Kartierung am Wolfgangsee
Für Anlegestellen, Pegel-Bauwerke und Steganlagen am Wolfgangsee kann neben der Zustandsinspektion eine geometrische Bestandsaufnahme sinnvoll sein — etwa als Grundlage für die Sanierungsplanung oder ein späteres Monitoring. Mit Vermessung & Kartierung bietet ScanSustain dafür photogrammetrische und Multibeam-Sonar-gestützte Erfassung, die Tiefenprofile, Lagepläne und 3D-Modelle in CAD-/GIS-fähigen Formaten liefert.
In Vorbereitung: Vermessung & Kartierung wird als reguläre Leistung ausgebaut. Für Pilotprojekte und Voranfragen am Wolfgangsee stehen wir bereits jetzt zur Verfügung.
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Regionale Behörden und Träger
Die Seepegel betreiben die Hydrographischen Dienste Salzburg (St. Gilgen) und Oberösterreich (Strobl). Wasserrechtsbehörde ist grundsätzlich die Bezirksverwaltungsbehörde: für St. Gilgen und Strobl die Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung, für St. Wolfgang im Salzkammergut die Bezirkshauptmannschaft Gmunden. Schifffahrtsbehörden sind die Länder Salzburg (Referat 6/52) und Oberösterreich (Abteilung Verkehr); in Oberösterreich bewilligt die Bezirksverwaltungsbehörde Schifffahrtsanlagen. Am Seeausrinn in die Ischl liegt die Wolfgangseeklause; für die Änderung ihrer Fischaufstiegshilfe wurde 2024 ein wasserrechtliches Verfahren des Bundesministeriums kundgemacht (Antragsteller: Wasserverband Wolfgangseeklause).
Der Salzburger Seeteil liegt im Landschaftsschutzgebiet „Schafberg-Salzkammergutseen“; im Naturschutzgebiet „Wolfgangsee-Blinklingmoos“ bei Strobl, das auch die Schilfzone des Sees umfasst, ist die Errichtung von Boots- und Badestegen untersagt. Am oberösterreichischen Ufer gilt ein Seeuferschutzbereich von 500 m landeinwärts. Im Umkreis von 100 m um Anlegestellen der Fahrgastschifffahrt gilt ein Badeverbot; Arbeiten an Anlegestellen stimmen wir mit dem Schifffahrtsbetreiber ab.
Häufige Fragen
Können Inspektionen während der Hauptsaison stattfinden?
Ja, mit längerer Vorlaufzeit. Inspektionen außerhalb der Hauptsaison (Mai, September, Oktober) sind logistisch einfacher und auch fachlich oft vorteilhaft (klarere Sicht).
Wie tief geht die Inspektion am Wolfgangsee?
Der Wolfgangsee hat eine maximale Tiefe von 113 m. ROV-Systeme reichen bis weit darüber hinaus. Für Steg- und Bade-Anlagen liegen typische Arbeitstiefen bei 1 bis 10 m.
Werden auch private Stege inspiziert?
Ja. Private Stege werden im Rahmen von Wertgutachten, Bestandsaufnahmen vor Sanierung oder bei Schaden-Verdacht inspiziert.
Bietet ScanSustain auch Vermessung und 3D-Kartierung am Wolfgangsee an?
Ja, im Rahmen von Vermessung & Kartierung — aktuell als Pilotleistung, mit photogrammetrischer und Multibeam-Sonar-gestützter Erfassung für Tiefenprofile, Lagepläne und 3D-Modelle in CAD-/GIS-fähigen Formaten.
Braucht ein ROV-Einsatz am Wolfgangsee eine behördliche Genehmigung?
In der Regel ja. Wasserrechtlich zuständig sind die Bezirkshauptmannschaften Salzburg-Umgebung (St. Gilgen, Strobl) bzw. Gmunden (St. Wolfgang); Schifffahrtsbehörden sind die Länder Salzburg und Oberösterreich. Einzubinden sind außerdem die betroffenen Gemeinden St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang und gegebenenfalls die Schifffahrts-, Hotel- oder Bade-Betreiber; bei Strobl sind die Vorgaben des Naturschutzgebiets Wolfgangsee-Blinklingmoos zu beachten. Wir klären die Zuständigkeit vorab gemeinsam mit dem Auftraggeber.
Wie wirkt sich die Wasserqualität des Wolfgangsees auf die ROV-Inspektion aus?
Der Wolfgangsee ist klar bis sehr klar mit Sichtweiten von 3 bis 7 m. Das macht ROV-Optik zur primären Erfassungsmethode; Sonar wird ergänzend für strukturierte Tiefen-Profile eingesetzt. Die Einsatzplanung wird zusätzlich mit der Tourismussaison koordiniert; Frühjahr und Herbst sind bevorzugte Inspektionsfenster.
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