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Versicherung & Sachverständige
Dokumentationsfeste Beweissicherung und Schadensbild-Erfassung unter Wasser. ScanSustain liefert positionsreferenzierte, nachvollziehbar dokumentierte Befunde, die im Gutachten- und Gerichtskontext bestehen — ohne Medienbruch zwischen Einsatz, Sachverständigenbewertung und Versicherungsakte.
Für wen
Versicherer, Schadensregulierer, technische Sachverständige, Gerichtsgutachter, Einsatzorganisationen, Bergungsunternehmen und Sachverständigenbüros mit Zuständigkeit für Unterwasser- oder Havarie-Kontexte. Typische Auftraggeber sind die technische Datenanforderung hinter dem Gutachten — oder die direkte Versicherungs- oder Behördenseite.
Typische Problemstellungen
Beweissicherung nach Havarie
Nach Schiffshavarien, Kollisionen, Bergungssituationen oder Hochwasserereignissen muss der Zustand zeitnah und reproduzierbar dokumentiert werden. Jede Verzögerung lässt Spuren verschwinden — durch Strömung, Sediment und Bewuchs.
Gerichtsverwertbare Schadensdokumentation
Ein mündliches Taucher-Protokoll ist im Gutachtenkontext schwach. Gerichts- und Versicherungsakten verlangen objektive Belege mit Zeit-, Positions- und Methodenbezug — genau das, was ROV-Aufnahmen liefern.
Suche und Überdeckungsnachweis
Bei Vermisstensuchen, Verlustfällen oder Spurensuchen ist nicht der Fund allein entscheidend, sondern der nachvollziehbare Nachweis, dass die gesamte Suchfläche tatsächlich abgedeckt wurde. Ohne rasterbasierte Strategie bleibt jede Suche angreifbar.
Schadensursachen-Befund bei laufendem Betrieb
In Hafen-, Industrie- und Wasserbaukontexten muss der Schaden oft dokumentiert werden, während der Betrieb weiterläuft. Tauchereinsätze erzwingen Stillstand — ROV-Einsätze nicht.
Unabhängige, dritt-verwertbare Grundlage
Versicherer und Gutachter brauchen eine Datengrundlage, die unabhängig vom Betreiber oder vom verursachenden Unternehmen erhoben wurde. Die Methodik muss transparent dokumentiert und in einem späteren Verfahren nachvollziehbar sein.
Passende ScanSustain-Leistungen
Für Versicherungs- und Sachverständigen-Einsätze ist Suchen & Bergen das Kernmodul, oft kombiniert mit Sonar, ROV-Inspektion und Vermessung — je nach Fragestellung, Sichtbedingungen und Gerichtsverwertbarkeit.
Typisches Vorgehen
- Briefing mit Sachverständigem oder Regulierer
Zielsetzung, Such- oder Dokumentationsbereich, Berichtsformat und Verwertungskontext werden vorab geklärt — damit die erhobenen Daten im Gutachten oder in der Versicherungsakte ohne Nacharbeit verwendbar sind.
- Such- und Dokumentationsstrategie
Definition eines rasterbasierten Suchmusters oder einer definierten Inspektionsroute mit Referenzpunkten, damit Überdeckung und Fund jederzeit nachvollziehbar sind.
- Durchführung mit lückenloser Aufzeichnung
HD-Video, gezielte Standbilder, Sonar und Positionsdaten — jede Sekunde des Einsatzes ist archivfähig dokumentiert. Die Dokukette beginnt mit dem ersten Bild und endet mit der Übergabe.
- Strukturierter Befundbericht
Auswertung mit Foto- und Videoverweisen, Lagebezug, Beschreibung der Fund- und Schadenstellen und Methodenprotokoll. Format wird mit dem Sachverständigen abgestimmt.
- Übergabe mit Reproduzierbarkeits-Vermerk
Methodenprotokoll und Rohdaten werden archivfähig übergeben. Dritte können bei Bedarf denselben Befund über die Dokumentation nachvollziehen.
Typische Ergebnisse
- Positionsreferenzierte Video- und Fotodokumentation des Schadens- oder Fundbildes
- Überdeckungsnachweis der Suchstrategie (bei Such-Einsätzen)
- Sonar-Datensatz bei eingeschränkter Sicht
- Strukturierter Befundbericht im mit dem Sachverständigen abgestimmten Format
- Methoden- und Reproduzierbarkeits-Vermerk für Gericht und Gutachten
- Rohdatenarchiv zur späteren Rekonstruktion durch Dritte
Nutzen für Auftraggeber
- Gerichtsverwertbare Dokumentation statt subjektiver Taucher-Aussagen
- Objektiver Überdeckungsnachweis bei Suchen und Verlustfällen
- Schnelle Beweissicherung ohne Personenrisiko unter Wasser
- Unabhängige Datengrundlage für Gutachter, Versicherer und Gerichte
- Klare Abgrenzung zwischen technischer Befund-Erhebung und sachverständiger Bewertung
- Nachvollziehbarkeit auch Jahre nach dem Einsatz — entscheidend bei späten Verfahren
Typisches Szenario
Nach einer Schiffshavarie in einem Binnenhafen könnte ein Versicherer eine unabhängige Unterwasser-Schadensdokumentation an einer beschädigten Kaimauer benötigen. Der Hafenbetrieb darf in solchen Fällen häufig nicht unterbrochen werden, und die Sicht im Hafen ist durch aufgewirbeltes Sediment oft stark eingeschränkt. Ein Tauchereinsatz würde tagelange Absperrung bedeuten und schwer dokumentierbare Ergebnisse liefern. In so einem Szenario wäre eine ROV-Mission mit Sonar-Unterstützung und definierter Route ein möglicher Ansatz. Möglicher Output: Video- und Sonar-Dokumentation des Schadensbildes, strukturierter Befundbericht mit Positionsbezug, Methodenprotokoll für ein späteres Gutachten — ein Datensatz, der als objektive Grundlage für die Schadensbemessung dienen könnte.
Weitere Einsatzbeispiele →
Häufige Fragen
Sind ROV-Aufnahmen vor Gericht verwertbar?
Ja. Video- und Fotodokumentation mit Zeitstempel, Positionsreferenz und nachvollziehbarem Methodenprotokoll ist im Gutachten- und Gerichtskontext grundsätzlich verwertbar. Wir stimmen Format und Dokumentationstiefe im Vorfeld mit dem Sachverständigen oder der beauftragenden Stelle ab, damit der Befund ohne Nacharbeit in das Gutachten einfließen kann.
Wie schnell ist ein Einsatz nach einem Schadensereignis möglich?
Abhängig von Standort und Verfügbarkeit sind zeitnahe Einsätze möglich. Bei Havarien, Verlustfällen oder akuten Schadensbildern ist schnelle Beweissicherung entscheidend — Spuren unter Wasser verändern sich durch Strömung, Sedimentbewegung und biologischen Bewuchs.
Was unterscheidet eine dokumentierte ROV-Suche von einem Taucher-Protokoll?
Die ROV-Suche liefert eine vollständige, zeit- und positionsreferenzierte Video- und Sonar-Dokumentation der gesamten Suchstrategie — nicht nur des Fundes. Der Überdeckungsnachweis ist damit objektiv belegt. Ein Taucherprotokoll bleibt hingegen in weiten Teilen eine subjektive Aussage ohne reproduzierbaren Beleg. Mehr im Wissens-Hub →
Kann die Dokumentation auch in trübem Wasser erstellt werden?
Ja. Bei eingeschränkter Sicht übernimmt Sonar die geometrische Erfassung. Strukturen, Objekte und Veränderungen lassen sich auch bei Sichtweiten unter 0,5 m dokumentieren — eine entscheidende Voraussetzung für Schadensbild-Erfassung in Häfen, Flüssen und Industriebecken.
Arbeiten Sie direkt mit Versicherern oder über den Sachverständigen?
Beides ist möglich. Auftraggeber können Versicherer, Schadensregulierer, Gerichtsgutachter, Sachverständigenbüros oder Einsatzorganisationen sein. In vielen Fällen sind wir der technische Datenlieferant für den Sachverständigen, der die inhaltliche Bewertung und das Gutachten erstellt.