Primärleistung · Sensorik

Sonar & Scanning — Erfassung bei Trübwasser

Akustische Erfassung, wenn optische Verfahren an ihre Grenzen stoßen. Multibeam, Side-Scan und Profilaufnahmen für Objektdetektion, Objektlage und geometrische Verifikation — auch bei Sichtweiten unter 30 cm.

Problem & Auslöser

In industriellen Becken, Klärwerken, Hafenbecken mit Schlammanteil oder Flüssen nach Hochwasser fehlt die Sicht für klassische ROV-Inspektion. Ein Taucher würde tasten und raten — beides liefert keinen dokumentationsfesten Befund. Trotzdem muss die Frage beantwortet werden: Was liegt am Grund? Wie ist die Bauwerksgeometrie? Wo sind Fremdkörper?

ScanSustain kommt typischerweise, wenn ein Gegenstand lokalisiert werden muss, wenn die Bauwerksgeometrie ohne Sicht erfasst werden soll, wenn vor einem Tauchereinsatz die Umgebung sicher abgesucht wird, oder wenn eine Suchstrategie mit akustischer Referenz dokumentiert werden muss.

Methode & Technik

Je nach Fragestellung setzen wir unterschiedliche Sonar-Verfahren ein: Multibeam für flächige Tiefenerfassung, Side-Scan für großräumige Oberflächen­abtastung am Gewässergrund, Profilaufnahmen für die Vermessung geometrischer Details. Die Sonar-Daten werden mit Positions­telemetrie verknüpft und mit Videoaufnahmen überlagert, wo optische Abschnitte möglich sind.

Die Ausgabe kann direkt in GIS- oder CAD-Systemen weiterverarbeitet werden. Für Suchstrategien erzeugen wir rasterbasierte Pfade mit dokumentiertem Überdeckungsgrad — damit ist jeder Punkt des Suchbereichs nachweislich erfasst.

Typische Einsatzfelder

Ablauf einer Mission

  1. Briefing
    Zielobjekt, Gewässertyp, Schlamm-/Sichtverhältnisse und gewünschte Auflösung werden festgelegt.
  2. Sonar-Auswahl
    Entscheidung Multibeam / Side-Scan / Profilaufnahme nach Aufgabe und erwarteter Umgebung.
  3. Durchführung
    Systematische Abdeckung des Zielbereichs mit dokumentierter Überdeckung und Positionsprotokoll.
  4. Datenverarbeitung
    Verarbeitung der Sonar-Rohdaten zu auswertbaren Bildern, Karten oder Punktewolken.
  5. Übergabe
    Lieferung als GIS-/CAD-fähige Datei, begleitet vom Befundbericht und Suchprotokoll.

Was Sie erhalten

Sonar-Rohdaten

Multibeam-/Side-Scan-Daten mit Positions- und Zeitstempel, GIS-/CAD-exportfähig.

Auswertungsbilder

Verarbeitete Sonar-Darstellungen mit markierten Auffälligkeiten und Messungen.

Befundbericht

Textliche Auswertung mit Bildverweisen und geometrischer Interpretation.

Nutzen für Auftraggeber

Relevante Branchen

Sonar-Scanning ist besonders in diesen Kontexten relevant:

Abgrenzung zu verwandten Leistungen

Wenn Sicht vorhanden ist, bleibt ROV-Inspektion das primäre Werkzeug — Sonar ergänzt dann bei Bedarf. Für geometrische Vermessung größerer Bauwerke ist Vermessung & Kartierung der passende Pfad (Sonar ist dort ein Teilwerkzeug). Für systematische Suche nach verlorenen Gegenständen siehe Suchen & Bergen.

Häufige Fragen

Wann ist Sonar besser als eine Kamera?

Immer wenn Sicht fehlt oder das Gebiet zu groß für optische Erfassung ist. Bei Sichtweiten unter 30 cm ist Sonar oft die einzige praktikable Methode.

Welche Auflösung liefert die Sonar-Aufnahme?

Abhängig vom verwendeten System und vom Abstand zum Objekt. Typisch: wenige Zentimeter bei Multibeam im Nahbereich, 10–50 cm bei Side-Scan über größere Flächen.

Können Sonar-Daten in unserem GIS-System verarbeitet werden?

Ja. Wir liefern die Auswertung in Standardformaten, die von gängigen GIS- und CAD-Systemen akzeptiert werden. Das Zielformat wird im Briefing abgestimmt.

Wie wird nachgewiesen, dass das gesuchte Gebiet vollständig abgedeckt wurde?

Jeder Sonar-Durchgang wird mit Position und Zeitstempel protokolliert. Der Überdeckungsgrad ist Bestandteil des Suchprotokolls.

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